Im Prinzip funktioniert eine fliegende Laterne wie ein Fesselballon. Als Brenner dient eine flache, mit Wachs oder Öl getränkte, Baumwollkerze. Statt Helium sorgt Luft in der Papierhülle für den Auftrieb. Doch Papier fängt leicht Feuer. Daher wurde der Gebrauch von Himmelslaternen mittlerweile in fast allen Bundesländern verboten, außer in Berlin-Brandenburg. Dort muss man eine Genehmigung einholen, die für Berlin wegen der Flughafennähe jedoch nicht erteilt wird. Damit dürfte sich der Start einer Himmelslaterne auf den Urlaub beschränken. Zumal am Strand die Brandgefahr gleich Null ist. In der Nähe von Wäldern, Flugplätzen, Tankstellen und bei starkem Wind darf man hingegen keine fliegenden Laternen steigen lassen. Auch an heißen Sommerabenden ist die Feuergefährlichkeit zu hoch. Wo Himmelslaternen erlaubt sind - wie etwa in der Schweiz - wären Herbst und Winter die ideale Jahreszeit für den Start einer fliegenden Laterne. Wenn die Bäume ihr Laub abgeworfen haben, ist die Gefahr geringer, dass sich eine Himmelslaterne im Geäst verfängt.
Himmelslaternen haben etwas Magisches. Der Brauch, Papierlaternen zum Neujahrsfest als Glücksbringer fliegen zu lassen, stammt aus Asien. Wer mag, beschriftet die Hülle mit einem Filzschreiber und verschickt seine guten Wünsche. Das macht Himmelslaternen zum idealen Mitbringsel für die Silvesterparty. Schließlich erlauben viele Städten und Gemeinden in der Neujahrsnacht alle Arten von Feuerwerkskörpern. Dennoch muss man sich vorab beim Ordnungsamt erkundigen, wo man "zündeln" darf. Aus Brandschutzgründen sind Innenstädte mit enger Bebauung für ein Silvesterfeuerwerk ebenso tabu wie für fliegende Laternen.
Himmelslaternen gehören nicht in Kinderhände. Kinder könnten sich die Finger verbrennen, ihre Haare versengen oder die Laterne in Brand stecken. Das Versprechen, sie später an Silvester oder im Urlaub gemeinsam steigen zu lassen, macht eine fliegende Laterne zur gelungenen Überraschung für jeden Kindergeburtstag. Himmelslaternen sind ein zauberhaftes Geschenk für verliebte Paare. Schließlich braucht es vier Hände, um die Papierhülle zu halten und gleichzeitig das Wachsplättchen anzuzünden. Wer seinen Partner am Valentinstag oder zum Hochzeitstag damit überrascht, darf das berühmte Spiel mit dem Feuer wörtlich nehmen. Am besten eignen sich rote Himmelslaternen. Es gibt sie aber in verschiedenen Farben und Größen.
ca. 10,- Euro
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